# ICF
# Grundaktivitäten und menschliche Systeme
Die Vorstellung von Grundaktivitäten dient dazu die Vielzahl an Bewegungs- und Aktivitätsmöglichkeiten des Menschen zu kategorisieren und somit besser verständlich und anschaulich zu machen.
Zunächst wird der Mensch eingeteilt in verschiedene Subsysteme, die in Beziehung zueinander stehen.
Der Mensch hat zunächst die Systeme, die ihn am Leben halten und wachsen lassen, so wie ihn jedes Lebewesen hat. Sie umfassen die grundlegensten, "niederen" Funktionen und Aktivitäten. Es wird Ix genannt für Inneres System und beschreibt alle metabolen, endokrinen, vegetativen, immunologischen, reproduktiven und kardiopulmonalen Aktivitäten. Dies sind die inneren, unwillkürlichen Regulationsmechanismen des Körpers die auf Homöostase zielen und Adaptionsprozesse durchführen.
Daran schließt sich die motorisch-sensorischen Systeme an, wie ihn alle höheren Lebewesen besitzen. Dies umfasst die lokalen Abschnitte des Körpers sowie mit Zx das zentrale Nervensystem als übergeordnetes Steuerungssystem.
Die lokalen Abschnitte umfassen mit Ox und Ux die oberen und unteren Extremitäten und mit Rx den Rumpf. Hierbei gibt es funktionelle Überlappungen, indem Ox alle Strukturen oberhalb und Ux alles Unterhalb des Diaphragmas meint, während Rx die gesamte Wirbelsäule samt Kopf, Schultergürtel und Beckenring mein, ohne Arme und Beine.
Mit Px, dem psychischen System schließt sich ein weiteres, wiederum übergeordnetes System an, dass sich nur bei den höchstentwickelten Lebewesen wiederfindet und in der Form, wie sie uns in der Therapie begegnet, nur beim Menschen vorkommt. Sie umfasst alle Aktivitäten hinsichtlich Emotion und Kognition.
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# Evolutionäre Diskrepanz
Wir sehen den Menschen evolutionär geformt aus seiner natürlichen Umwelt und führen eine Vielzahl an Leiden und sogenannte Zivilisationskrankheiten auf die geschaffene Diskrepanz zum artgerechten Leben zurück. In diesem Zusammenhang beschäftigt sich die Physiotherapie insbesondere mit den Folgen von Bewegungsmangel und verminderter physischer Belastbarkeit. Ihre Aufgabe besteht immer auch darin über den Wert von Bewegung, Belastung und Adaption aufzuklären. Wir nutzen hierzu die Idee der nahrhaften Bewegung.
Wie sieht die Umwelt eines Menschen aus, in der er lebt?
- heute in modernen Großstädten (Amsterdam, Tokio, Dubai)
- vor 100 J. (Weltkriege)
- vor 500 J. (Renaissance)
- vor 2000 J. (Rom)
- vor 4000 J. (Ägypten)
- vor 12000 J. (Neolithische Revolution)
- vor 300000 J. (ältester Sapiens-Fund)
Die Umwelt aus der der Mensch sich entwickelt und an die er sich angepasst hat ist verschwunden. Viele Menschen haben den Bezug nicht nur zu ihrer Umwelt (vgl. Klimawandel), sondern in ähnlicher Weise auch zu ihrem Körper verloren.
Der Mensch ist noch immer ausgelegt für das Leben in der Natur und völlig unangepasst gegenüber einer maßlosen modernen Welt des Überflusses.(vgl. Schlaraffenland ; Leben im Zoo ; Epidemiologie der Zivilsationskrankheiten)
# Systemtheorie
## Systemebenen
Organelle - Zelle - Gewebe - Organ - Körperbereich - Körper - Mensch - Gemeinschaft - Menschheit
## Anpassung aus systemtheoretischer Sicht
# Salutogenese